Iberische Sättel

 

Die Ausrüstung des klassischen Vaquero und seines Pferdes ist einfach, traditionell und resistent. Der Sattel ist arabischen Ursprungs und geht zurück auf die 800 Jahre der Maurenherrschaft auf der Iberischen Halbinsel. Der Vaquero Sattel hat keinen Baum, sondern eine Gabel vorne und einen Rundbogen hinten, die fest aufliegen und aus Holz gearbeitet sind. Die eigentliche Auflage, die dazwischen liegt, besteht aus einem festen, gesteppten Baumwollgewebe, dessen einzelne Rippen mit Stroh gestopft sind. Das Ganze ist mit einem festen Leder überzogen.

 

Heute verwenden die meisten spanischen Hersteller (Gomez, Marjoman, Zaldi) Kunststoff- oder Kunststoffverbund (Polyester) Sattelbäume. Ludomar verarbeitet einen Lederbaum mit einem Kunststoffkern. Diese sind leicht und flexibel; die Passgenauigkeit auf dem Pferderücken ist somit gegeben, Schulterfreiheit durch zurückgeschnittene Kopfeisen. Ledervarianten wie Wildleder, Nubuck und Boxcalf lassen wunderbare Kompositionen zu. Farben, Dekorationselemente (farbige Nähte, Ziernieten, Stickereien, Stanzungen) lassen jeden Sattel zu einem Unikat werden. Vorderzwiesel, Pauschen, Sattelblattlänge, Sitztiefe (bei Dressursätteln) sind frei wählbar. – Ihrer Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Die konstruktive Gestaltung des portugiesischen Sattels ist seit Marialva (1713 — 1792) eigentlich kaum verändert und unterstütz in starkem Masse eine Haltung des Reiters die der Korrektheit des Sitzes förderlich ist. Der portugiesische Sattel setzt den Reiter korrekt in den Mittelpunkt und dies ist für das versammelte Reiten eminent Wichtig. Der Sattel verfügt über die wichtige Handbreite zwischen dem Gesäss des Reiters und dem Hinterzwiesel, die breite Wölbung bringt das Gesäss des Reiters in einen entspannten und abgestützten Sitz. Das leicht hervorstehende Stichblatt verhindert das hochziehen der Knie und bringt die Schenkel etwas nach Hinten. Diese Konstruktionsmerkmale unterstützen eine klassische Haltung des Reiters mit vorgeschobenem Bauch und Brust, Beibehaltung der natürlichen S-Form des Kreuzes und langen, locker hängenden Beinen.
Der traditionelle Portuguesa (selle a piquer) ist neu auch als meia-portuguesa erhältlich. Die Gallerien vorne und hinten sind etwa halb so hoch wie die des Portuguesas; d.h ca. 5cm hoch und auch weniger lange (sie hören beim Knick des Portuguesas auf).
Der Relvas (Dressurvariante) wird beim Arbeitsreiten und auch in der hohen Schule verwendet. Relvas Modelle sind erhältlich bei Zaldi, Ludomar und Marjoman

 

FAQ (Fragen)

Ludomar verbaut einen Lederbaum der aus mehreren Schichten Leder ist und einen Kunststoffkern hat damit sich der Sattelbaum nicht verzieht. Einige Modelle können aber auch mit einem traditionellen Holz-Stahl-Federbaum hergestellt werden

Jeder Sattel wird nach Mass gefertigt. Nach Kammerweite des Pferdes und Sitzgrösse für den Reiter. Dazu wählen wir die beste Kissenkombionation aus damit wir eine optimale Druckverteilung haben. Sie wählen Lederart und -farbe sowie allfällige Verzierungen

Es sind fast alle Optionen möglich:

kürzeres/längeres Sattelblatt, Klettpauschen, kleine oder grosse Pauschen, keine Pauschen, kleinere Vorder- und Hintergalerie, Nieten, Stanzungen, Stickereien. Verschiedene Kissenvarianten.

Ludomar Sättel haben alle ein Kopfeisen aus Stahl, dass bis zu einem gewissen Grad geändert werden kann (grösser/kleiner). Dies sollte jedoch nur von einem Fachmann ausgeführt werden. Die Kissen sind mit Kunstwolle gefüllt und können umgepolstert werden.

Jeder Ludomar Sättel hat eine Garantie von 6 Jahren auf dem Sattelbaum

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