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Inhaltsstoffe und was sie bewirken                                 * Heilpflanzenkunde für die Veterinärspraxis, Springer-Verlag

 

Ätherische Öle

Sind niedermolekulare Vielstoffgemische, flüchtig und oft stark riechend. Diese können Monoterpene, Sequiterpene und/oder Phenylpropane enthalten. Diese können Reizwirkung auf die Haut und Schleimhaut haben (Reizwirkung). Die meisten sind jedoch: antibakteriell, antimykotisch, viruzid. Weitere Eigenschaften sind antiphlogistisch, soasmolytisch und harntreibend. Ätherische Öle werden auch in der Aroma-Therapie verwendet.

 

Alkaloide

Diese Stickstoffverbindungen aus Aminosäuren und Terpenen haben unterschiedliche pharmakologische Wirkungen, häufig jedoch eine Primäre aus das Zentralenervensystem.

 

Anthranoide

Sind biogene Anthracenderivate die in Aloe, Faulbaum, Rhabrarber oder Sennapflanze vorkommen (-laxativa)

 

Bitterstoffe

Sind meist Terpene mit verschiedenen Grundstrukuren. Sie reizen die Geschmacksrezeptoren und wirken so anregend auf die Speichel- Magen- und Gallensekretion. Die wichtigsten sind Sesquiterpenlactone, Diterpenlactone und Idoide. Sie fördern den Appetit und wirken blähungstreibend. Es wird unterschieden in verschiedene Bitterstufen.

 

Cumarine

Die meisten Cumarine enthalten phenolische OH-Gruppen, die methyliert oder glykosidiert sein können. Einzelne Cumarine besitzen antioxidative, antiphlogistische, bakterizide, gerinnungshemmende, ödemhemmende und spasmolytische Wirkungen.

 

Flavonoide

Zu den Flavonoiden zählt man die Flavone, Flavonole, Chalkone, Aurone und Isoflavone. Sie besitzen phenolische OH-Gruppen, idie frei, methyliert oder glykosidiert sein können. Sie haben antiphlogistisch, antimikrobiell, antiviral, antiproliferativ, antihämorrhagisch, antioxidativ, spasmolytisch, ödemprotektiv und aquaretische Eingenschaften. Sybilin aus der Mariendistel gehört auch zu dieser Gruppe.

 

Gerbstoffe

Werden unterteilt in hydrolisierbare Gerbstoffe, Gallussäure oder Hexahydroxadiphensäure (Gallotannine-Ellagtannine) und kondensierte Gerbstoffe,  oligomere, polymere Catechine, Procanthocyanidine und Leucoanthocanidine. Dazu gehören Eichenrinde, Gäsefinderkraut, Tormentillwurzel u.a.                                                                                               

Gerbstoffe wirken adstringierend, reizmildernd, entzündungs- und sekretionshemmend.

 

Glucosinolate

Früher als Senfölglykoside bezeichnet

 

Glykoside

Diese werden unterteilt in herzwirksame Glykoside, diese besitzen einen Steroidgrundkörper (Fingerhutkraut (Giftig!), Antrachione und Glucosinate.

 

Ligane

Sind Phenylpropanoide. Enthalten in Taigawurzel (adaptogen)

 

Schleimstoffe

Sind hochmolekulare Polymere aus Monosacchariden. Sie haben quellende, schleimende Eigenschaften (Eibischwurzel)

 

Saponine

Saponine sind glykosidische Verbindungen, bestehend aus Monosacchariden und terpenoiden Aglykon. Sie werden unterteilt in Steroid-, Steroidalkaloid- und Triterpensaponine. Die Wirkung ist unter anderem schleimlösend und auswürffördernd.

 

Terpene

Sind formalchemisch aus Isopreneinheiten aufgebaut